Römische Kaiser · Frage
Welcher Kaiser hatte die längste friedliche Regierungszeit und war als „Pius“ bekannt (r. 138–161 n. Chr.)?
Antwort
Antoninus Pius
Der Hintergrund zur Antwort
Antoninus Pius ist richtig: Er regierte von 138 bis 161 n. Chr. ohne große Kriege und bescherte Rom eine der ruhigsten und wohlhabendsten Phasen. Sein Beiname „Pius“ spiegelte seine Pflichterfüllung—vor allem gegenüber seinem Adoptivvater Hadrian—sowie seine Achtung vor Recht und Senat. Im Gegensatz zu den anderen war seine Herrschaft nicht von Feldzügen geprägt: Hadrian sah sich dem Bar-Kochba-Aufstand gegenüber, Mark Aurel führte die Markomannenkriege, und Septimius Severus war ein militärisch geprägter Kaiser. Kontext: Als einer der „fünf guten Kaiser“ konzentrierte sich Antoninus auf Rechtsreformen, wirtschaftliche Stabilität und die Sicherung der Grenzen (z. B. der Antoninuswall in Britannien). Berichten zufolge verließ er nach seiner Thronbesteigung Italien nie—ein Zeichen innerer Stabilität. Merkhilfe: „Pius“ klingt wie „fromm und friedlich“.