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Mittelalter · Frage

Wie nennt man ein mittelalterliches Hospital oder eine Unterkunft für Reisende, die oft von Ordensgemeinschaften betrieben wurde?

Antwort

Hospiz

Der Hintergrund zur Antwort

Im mittelalterlichen Europa waren Hospize karitative Häuser von Klöstern oder Orden, die Pilgern und Reisenden Unterkunft, Nahrung und einfache Pflege boten. Der Begriff geht auf das lateinische hospitium (Gastfreundschaft) zurück. Anders als eine Herberge (gewerbliche Unterkunft), eine Krankenstation (der Krankentrakt innerhalb eines Klosters) oder ein Armenhaus (Dauerhilfe für Ortsarme) richteten sie sich speziell an Menschen auf der Durchreise. Sie säumten große Pilgerwege wie den Jakobsweg sowie die Straßen nach Rom und Jerusalem. Manche, etwa die von den Johannitern unterstützten, wurden zu vollwertigen Krankenhäusern. Mit der Zeit spaltete sich das Konzept auf: Hospital behielt die medizinische Bedeutung, während Hospiz heute oft für Palliativpflege steht – beides Erben der mittelalterlichen Wohltätigkeit.

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