Römische Kaiser · Frage
Welcher Kaiser leitete die erste reichsweite Christenverfolgung ein? (r. 249–251 n. Chr.)
Antwort
Decius
Der Hintergrund zur Antwort
Decius ist richtig, denn er erließ im Jahr 250 n. Chr. ein reichsweites Edikt, das alle Einwohner verpflichtete, den römischen Göttern ein öffentliches Opfer darzubringen und eine Bescheinigung (libellus) über die Befolgung zu erwerben. Christen, die sich weigerten, wurden bestraft; es kam zu Verhaftungen, Märtyrern (z. B. Papst Fabian) und vielen „Lapsi“, was später kirchliche Debatten über Buße auslöste. Dies war die erste systematische, reichsweite Maßnahme gegen Christen. Im Unterschied dazu war Neros berüchtigte Verfolgung nach dem Großen Brand von 64 vor allem auf Rom beschränkt; Claudius vertrieb vor allem einige Juden aus Rom; und Caracalla ist dafür bekannt, 212 den meisten Freien das Bürgerrecht zu verleihen.