Allgemeine Geschichte · Frage
In welchem Jahr wurden die marianischen Reformen in der Römischen Republik eingeführt?
Antwort
107 v. Chr.
Der Hintergrund zur Antwort
107 v. Chr. stimmt, denn Gaius Marius, der in diesem Jahr während des Jugurthinischen Krieges zum Konsul gewählt wurde, stellte das römische Heer grundlegend um, um den akuten Personalmangel zu beheben. Er öffnete die Rekrutierung für die capite censi (besitzlosen Bürger), vereinheitlichte die vom Staat gestellte Ausrüstung, erhob die Kohorte zur zentralen taktischen Einheit und machte den Adler (aquila) zur einzigen Legionsstandarte – wodurch Roms Streitkräfte zu einem professionellen stehenden Heer wurden. Diese Maßnahmen steigerten die Schlagkraft Roms, verschoben aber auch die Loyalität der Soldaten vom Staat hin zu ihren Generälen und bereiteten so die Machtkämpfe von Sulla, Pompeius und Caesar vor. Merkhilfe: „1-0-7 – Marius macht die Soldaten pro“. Die anderen Daten gehören in andere Epochen: 264 v. Chr. markiert den Beginn des Ersten Punischen Krieges, 42 v. Chr. folgt auf Caesars Ermordung, und 102 n. Chr. liegt tief in der Kaiserzeit unter Trajan.