Daily Curiosity

Mittelalter · Frage

Wie nennt man das Geld, mit dem man kauft und verkauft?

Antwort

Münzen

Der Hintergrund zur Antwort

Im Mittelalter wurden alltägliche Käufe und Verkäufe mit geprägtem Metallgeld abgewickelt. Könige, Kaiser und Stadtstaaten betrieben Münzstätten, die Gewicht und Feingehalt garantierten; der Wert ergab sich daher weitgehend aus dem Silber‑ oder Goldgehalt. Deshalb passen «Banknoten» und «Papiergeld» nicht zu dieser Epoche in Europa; echtes Papiergeld entstand in der Song‑Dynastie in China und kam im Westen viel später auf, während «Währung» der Oberbegriff ist und nicht das konkrete Zahlungsmittel, das man mit sich trug. Die Kontrolle über das Münzwesen war eine wichtige Quelle von Macht und Einnahmen. Herrscher verschlechterten mitunter Ausgaben durch Senkung des Feingehalts, und Leute schnitten die Ränder ab, um Metallspäne zu gewinnen – zwei große mittelalterliche Probleme. Übliche Typen waren der silberne Penny/Denier/Pfennig; im Fernhandel kursierten hochwertige Goldstücke wie der Florentiner Florin und der venezianische Dukat, grenzüberschreitend anerkannt.

Mehr entdecken