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Mittelalter · Frage

Wie lautet der mittelalterliche Begriff für das wichtigste öffentliche Verwaltungsgebäude einer Stadt?

Antwort

Rathaus

Der Hintergrund zur Antwort

Mittelalterliche Städte erledigten ihre kommunalen Geschäfte im Rathaus: Dort tagten Rat und Schöffen, Urkunden und Siegel wurden aufbewahrt und lokale Gerichte abgehalten. Das unterscheidet es vom Zunfthaus (Angelegenheiten eines einzelnen Handwerks), von der Markthalle (Handel und Lager) und vom Herrenhaus/Gutshaus (ländlicher Sitz des Grundherrn). Mit dem Aufstieg selbstverwalteter Kommunen im 12.–14. Jahrhundert gewann das Gebäude — oft mit einem Glockenturm — an Bedeutung. Regionale Bezeichnungen variieren (z. B. Rathaus, Hôtel de Ville); berühmte Beispiele sind Sienas Palazzo Pubblico und das Stadhuis in Brügge. Es diente auch für Zeremonien, Archive und teils einen Arrest im Keller.

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