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Mittelalter · Frage

Richtig oder falsch: Kreuzgänge waren typische Bestandteile von Klöstern.

Antwort

Wahr

Der Hintergrund zur Antwort

In mittelalterlichen Klöstern war der Kreuzgang – der arkadierte Umgang um einen quadratischen Garten im Innenhof – das architektonische und geistliche Zentrum. Er verband Kirche, Dormitorium, Refektorium und Kapitelsaal und ermöglichte den Mönchen, sich schweigend zwischen Gebet, Studium und Arbeit zu bewegen. Aus dem in der Regel des heiligen Benedikt verankerten Ideal der Klausur (lat. claustrum) erwachsen, symbolisierte er die Abkehr von der Welt und das Bild eines irdischen Paradiesgartens zur Meditation.

Von der Romanik bis zur Gotik besaßen Benediktiner-, Zisterzienser- und Augustinerklöster nahezu immer einen Kreuzgang, dessen Skulpturenschmuck oft als visuelles Lehrmittel diente. Bedeutende Beispiele sind in Fontenay (strenge zisterziensische Gestaltung) sowie in Monreale und Santo Domingo de Silos (berühmt für ihre reich geschnitzten Kapitelle) erhalten.

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