Mittelalter · Frage
Wie nennt man die Person, die mit Eisen arbeitet (Werkzeuge, Hufeisen)?
Antwort
Schmied
Der Hintergrund zur Antwort
Der Dorfschmied erhitzte Eisen in der Schmiede und schlug es auf dem Amboss, um Alltagsgegenstände herzustellen – Werkzeuge, Nägel, Scharniere, Waffen und Hufeisen –; daher ist dies der Beruf, der mit der Eisenverarbeitung im Mittelalter verbunden ist. Ein Hufschmied war auf Hufe und das Beschlagen von Pferden spezialisiert, «Metallschmied» ist ein weiter Begriff für jemanden, der Metall formt, und ein «Stahlbaumonteur» bezeichnet heute meist jemanden, der Stahltragwerke montiert. Im Mittelalter war die Schmiede ein sozialer Mittelpunkt: Blasebälge dröhnten, Holzkohle glühte und der stetige Klang des Hammers ertönte, während Eisen geschmiedet, gehärtet und angelassen wurde. Von Burgtoren und Rüstungen bis zu Pflugscharen und Wagenbeschlägen trug ihre Arbeit sowohl Krieg als auch Landwirtschaft, und viele gehörten Zünften an, die Techniken hüteten und Qualität sicherten.