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Mittelalter · Frage

Wie nennt man das Versprechen, mit dem ein Lehnsherr sich verpflichtet, seinen Vasallen zu schützen?

Antwort

Schutz

Der Hintergrund zur Antwort

Im Lehnsvertrag waren die Pflichten wechselseitig: Der Vasall schuldete Dienst und Treue, der Lehnsherr dagegen Verteidigung und Unterstützung. Huldigung und Treueid sind Zeremonien bzw. Eide, die der Vasall dem Herrn leistet; Loyalität bezeichnet eine allgemeinere Untertanentreue gegenüber einem Souverän. Nur die Seite des Herrn besteht in der Zusage des Schutzes — militärisch, rechtlich und oft auch materiell.

Diese Pflicht ging über das Aufgebot von Rittern hinaus: Sie umfasste Zuflucht in der Burg in Kriegszeiten, Vertretung vor dem Herrengericht und mitunter Unterhalt (Land oder Einkünfte) zur Versorgung des Vasallen. Versagte der Herr hierin, konnte er als Brecher des Lehnsbandes gelten, was den Vasallen vom Dienst löste. Diese wechselseitigen Versprechen stabilisierten die zersplitterte mittelalterliche Welt und machten Burgen zu Festungen wie auch zu sozialen Sicherheitsnetzen, wenn königliche Macht schwach war.

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