Mittelalter · Frage
Bauer — Mittelalter
Wie nennt man den, der das Ackerland bewirtschaftet?
Antwort
Bauer
Der Hintergrund zur Antwort
Im mittelalterlichen Europa stellte die Landbevölkerung den Großteil der Menschen: Sie bewirtschafteten eigene Streifen und arbeiteten auf dem Herrenland, entrichteten Abgaben, Steuern und leisteten Frondienste. Auf diese breite soziale Gruppe zielt die Frage. „Leibeigener“ bezeichnet darin einen besonderen, unfreien Rechtsstatus; „Pächter“ beschreibt ein vertragliches Verhältnis, das nicht für alle galt; und „Landwirt“ ist ein späterer, stärker kommerzieller Begriff, der für die Feudalgesellschaft untypisch ist. Diese Dorfbewohner trugen die grundherrliche Wirtschaft durch die Flurwirtschaft, mit schweren Pflügen und zunehmend der Dreifelderwirtschaft zur Ertragssteigerung. Nach der Pest wurde Arbeit knapp, sodass viele Lohn, Bewegungsfreiheit oder geringere Abgaben fordern konnten – Entwicklungen, die die starre Feudalordnung allmählich schwächten.