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Mittelalter · Frage

Welche Waffe verschaffte den englischen Heeren bei Schlachten wie Crécy (1346) und Azincourt (1415) einen Vorteil?

Antwort

Der Langbogen

Der Hintergrund zur Antwort

Dieser hohe Bogen aus Eibenholz verschoss schwere Pfeile mit genügend Wucht, um Kettenhemd und auf große Entfernung sogar Teile von Plattenrüstungen zu durchschlagen. Geübte englische und walisische Bogenschützen konnten 10–12 Pfeile pro Minute schießen und so tödliche Salven erzeugen, die Kavallerieangriffe zerschlugen und die Schlachtfelder mit verwundeten Männern und Pferden übersäten. Bei Crécy und Azincourt verstärkten vorbereitete Stellungen, Defensivpfähle und schlammiger Boden die Wirkung und stürzten massierte französische Angriffe ins Chaos.

Der Langbogen stammt aus Wales und wurde seit dem 13. Jahrhundert von englischen Königen übernommen. Er verlangte jahrelanges Training – so sehr, dass Gesetze regelmäßiges Bogenschießtraining vorschrieben. Pfeile mit Bodkin-Spitzen (panzerbrechend) zielten auf Lücken in der Rüstung, und seine Schussfolge übertraf die langsamere, mechanisch gespannte Armbrust. Seine Dominanz schwand erst mit dem Aufstieg der Feuerwaffen im 16. Jahrhundert.

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