Mittelalter · Frage
Wie heißt das Haus der Bettelbrüder?
Antwort
Ein Bettelordenskloster
Der Hintergrund zur Antwort
Ein Bettelordenskloster ist die Niederlassung der Bettelbrüder (z. B. Franziskaner, Dominikaner, Karmeliten, Augustiner). Im Unterschied zum Mönchskloster (für Mönche) oder zum Nonnenkloster betonten diese Gemeinschaften Predigt, Beweglichkeit und Armut; Weltpriester lebten in der Regel im Pfarrhaus, nicht in einem Kloster der Bettelorden. Ab dem 13. Jahrhundert breiteten sich solche Klöster rasch in Städten aus, lebten von Almosen und konzentrierten sich auf Predigt, Bildung und Caritas; viele waren mit Universitäten verbunden und spielten eine sichtbare Rolle im städtischen Leben, auch in Krisen wie dem Schwarzen Tod.