Mittelalter · Frage
Wie nennt man eine Marktstadt, in der Waren gehandelt werden?
Antwort
Eine Stadt
Der Hintergrund zur Antwort
Im mittelalterlichen Europa war eine Marktstadt eine Siedlung, der von einem König oder Grundherrn das Recht verliehen wurde, wöchentliche Märkte und jährliche Messen abzuhalten. Die gesamte Gemeinschaft – ihre Zünfte, Gerichte und Burgage-Parzellen – war auf den Handel ausgerichtet; der Marktplatz war lediglich der zentrale Platz darin. Eine Handelsstation war typischerweise ein kleiner, entlegener Außenposten, und ein Basar bezeichnet Marktviertel, wie sie in der islamischen Welt und in Zentralasien üblich sind.
Diese Marktrechte förderten nach ca. 1000 n. Chr. das städtische Wachstum, zogen Kaufleute und Bauern mit Schutz und Gewinn an. Berühmte Messen, etwa die in der Champagne, verbanden Nordeuropa mit mediterranen Netzwerken und halfen, Gewichte, Kreditinstrumente und Handelsrecht zu standardisieren – Grundlagen der späteren europäischen Banken und Stadtkultur.