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Mittelalter · Frage

Wie nannte man die Straße, in der sich im Mittelalter oft Läden befanden?

Antwort

Marktstraße

Der Hintergrund zur Antwort

In mittelalterlichen Städten bündelte sich der Alltagshandel rund um den lizenzierten Markt. Die Straße am Rand des Marktplatzes war mit Buden, Ständen und festen Ladenfronten gesäumt, um den stärksten Fußverkehr abzufangen – daher erhielt sie ihren Namen. Die Stadtbehörden konzentrierten dort Aufsicht, Messen und Wiegen sowie die Erhebung von Abgaben, was sie zur am strengsten regulierten und profitabelsten Einkaufsader machte. Märkte waren Privilegien, die durch königliche oder grundherrliche Urkunden gewährt wurden; sie legten Markttage fest und zogen Käufer aus weiter Umgebung an. Umliegende Gassen spezialisierten sich oft – etwa „Shambles“ für Metzger oder „Fish Street“ für Fischhändler; in London leitet sich „Cheapside“ vom Altenglischen céap (Handel) ab. Doch die Hauptstraße am Markt blieb das Herz des städtischen Einkaufs im Mittelalter.

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