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Mittelalter · Frage

Wahr oder falsch: Einige italienische Stadtstaaten wurden durch den Mittelmeerhandel wohlhabend.

Antwort

Wahr

Der Hintergrund zur Antwort

Seerepubliken wie Venedig, Genua, Pisa und Amalfi häuften Vermögen an, indem sie Gewürze, Seide, Getreide und Sklaven zwischen der islamischen Welt, Byzanz und Europa transportierten. Sie bauten schnelle Galeeren, organisierten bewaffnete Geleitzüge, handelten Handelsprivilegien in Häfen wie Alexandria und Konstantinopel aus und errichteten Kolonien und Lagerhäuser vom Ägäischen Meer bis zum Schwarzen Meer (besonders in Caffa). Die Kontrolle von Seewegen und Engstellen verwandelte Zölle, Frachtgebühren und Monopole in stetige Einnahmen.

Dieser Handelsboom veränderte Politik und Finanzwesen: In Venedig balancierte der gewählte Doge die Macht einflussreicher Kaufmannsfamilien; Genua war Wegbereiter früher Beteiligungs- bzw. Aktiengesellschaften; und italienische Bankiers verfeinerten Wechselbriefe, die den Fernhandel erleichterten. Der Wohlstand finanzierte großartige Architektur und später die Kunst der Renaissance — doch über dieselben Routen gelangte im 14. Jahrhundert auch der Schwarze Tod nach Europa.

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