Mittelalter · Frage
Wie nennt man ein weibliches Mitglied einer Ordensgemeinschaft?
Antwort
Nonne
Der Hintergrund zur Antwort
Im mittelalterlichen Christentum wurden Frauen, die lebenslange Gelübde ablegten und in klausurierten Klöstern lebten, Nonnen genannt. Ein Mönch ist dagegen männlich; eine Novizin befindet sich noch in der Ausbildung; und „Schwester“ bezeichnet oft Ordensfrauen in aktiven Apostolaten, während Nonnen in der Regel klausuriert sind und sich auf Gebet und Gemeinschaftsleben konzentrieren.
Klöster waren mehr als Orte der Abgeschiedenheit: Sie fungierten als Zentren des Lernens, der Handschriftenkopie, der Musik und der Krankenpflege. Manche Äbtissinnen verwalteten große Güter und übten beachtliche Autorität aus. Gestalten wie Hildegard von Bingen komponierten Musik, erforschten die Naturkunde und berieten Herrscher – alles innerhalb einer Ordensgemeinschaft. In Krisen wie dem Schwarzen Tod pflegten Ordensfrauen die Kranken und prägten die mittelalterliche Gesellschaft nachhaltig.