Mittelalter
Was bezeichnet der „Maghreb“ in der mittelalterlichen Geografie?
Antwort
Nordwestafrika
Erklärung
In der mittelalterlichen arabischen Geografie bedeutet al‑Maghrib „der Westen“ bzw. „wo die Sonne untergeht“ und bezeichnete die Länder des heutigen Marokko, Algerien und Tunesien, häufig auch mit Ausdehnung nach Libyen und Mauretanien. Er wurde dem Mashriq („der Osten“) gegenübergestellt. Gemeint ist eine Landregion, nicht das gesamte westliche Mittelmeer; die Iberische Halbinsel hieß gesondert al‑Andalus.
Der Maghreb war die Heimat mächtiger, von Amazigh (Berbern) geführter Dynastien wie den Almoraviden und Almohaden, die Nordafrika über die Straße von Gibraltar mit Iberien verbanden. Seine Städte — Fès, Marrakesch und Tlemcen — florierten durch die transsaharischen Gold‑ und Salzrouten (über Knotenpunkte wie Sijilmasa) und machten die Region zu einer wichtigen wirtschaftlichen und kulturellen Brücke zwischen der islamischen Welt, dem subsaharischen Afrika und Europa.
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