Mittelalter · Frage
Was ist das Mönchtum?
Antwort
Religiöses Leben in einem Kloster
Der Hintergrund zur Antwort
Das ist korrekt, weil es eine geweihte Lebensform bezeichnet, in der Männer und Frauen sich aus der weltlichen Gesellschaft zurückziehen, um in Gemeinschaften zu leben, die dem Gebet, der Arbeit und der Kontemplation gewidmet sind. Geleitet von Regeln wie der des hl. Benedikt (6. Jahrhundert) — zusammengefasst als «ora et labora» (bete und arbeite) — legen Mitglieder gewöhnlich Gelübde der Armut, Keuschheit und des Gehorsams ab. Es ist weder ein Architekturstil noch eine säkulare Kommune noch bloß ein Ausbildungsprogramm; es ist eine lebenslange Berufung. Im Mittelalter waren Klöster kulturelle Motoren: Sie kopierten und bewahrten klassische Texte in Skriptorien, betrieben Schulen und Hospitäler, verbesserten die Landwirtschaft mit neuen Techniken und boten Reisenden Gastfreundschaft. Verschiedene Orden (z. B. Benediktiner, Zisterzienser, Karthäuser) betonten unterschiedlich starke Askese, prägten jedoch die mittelalterliche Gesellschaft weit über ihre Klostermauern hinaus.