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Mittelalter · Frage

Was war im Mittelalter eine „Kommune“ in vielen europäischen Städten?

Antwort

Eine sich selbst verwaltende Stadtgemeinde

Der Hintergrund zur Antwort

Im 11.–13. Jahrhundert war eine Kommune ein eidlich verbundener Zusammenschluss von Bürgern, die ihre Gemeinde gemeinsam regierten. Durch ausgehandelte Stadtrechte erhielten sie Freiheiten: Räte und Bürgermeister wählen, Satzungen erlassen, Milizen aufstellen, Recht sprechen und Steuern erheben — wodurch der direkte Einfluss lokaler Herren oder Bischöfe sank. Mit dem Wiederaufleben des Handels wuchsen diese Bewegungen; in Norditalien entwickelten sich manche zu mächtigen Stadtstaaten (Florenz, Mailand, Bologna). In Frankreich und den Niederlanden erstritten Orte wie Laon, Gent und Brügge Privilegien, teils nach gewaltsamen Aufständen. Ein Sprichwort fasste die Anziehung städtischer Autonomie zusammen: „Stadtluft macht frei“.

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