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Allgemeine Geschichte · Frage

Die Zerstörung Babylons im Jahr 689 v. Chr. durch den assyrischen König Sanherib wurde von anderen Assyrern als Triumph betrachtet.

Antwort

Falsch

Der Hintergrund zur Antwort

Falsch. Zwar ließ Sanherib Babylon 689 v. Chr. nach wiederholten Aufständen dem Erdboden gleichmachen, doch viele Assyrer feierten das nicht. Babylon war das prestigeträchtige religiöse und kulturelle Zentrum Mesopotamiens — die Stadt Marduks —, und assyrische Eliten stützten sich stark auf babylonisches Wissen und Ritual. Die Zerstörung galt weithin als gottlos und politisch riskant statt als eindeutiger Triumph. Diese Gegenreaktion erklärt, warum Sanheribs Nachfolger Asarhaddon rasch umsteuerte: Er ließ Babylon wiederaufbauen, stellte die Tempel her und besserte die Beziehungen, indem er Götterstatuen zurückbrachte und Rituale erneuerte. Merkhilfe: Sanherib der Zerstörer, Asarhaddon der Wiedererbauer. Das unterstreicht Babylons zentrale Stellung in der Region — und warum selbst Eroberer es respektieren mussten.

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