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Mittelalter · Frage

Wie nennt man den Leiter eines Klosters?

Antwort

Abt

Der Hintergrund zur Antwort

Im westlichen Mönchtum hat der männliche Vorsteher der Gemeinschaft (der Abt) die höchste Autorität über die Mönche: Er leitet ihre geistliche Disziplin, verwaltet die Ländereien und Finanzen des Klosters und bestimmt den Rhythmus von Gebet und Arbeit nach der Regel des heiligen Benedikt. Das Amt wird von den Mönchen gewählt und steht sowohl für seelsorgliche Fürsorge als auch für administrative Leitung.

Der Titel stammt vom semitischen Wort abba, „Vater“, was seine Rolle als geistlicher Vater widerspiegelt. Ein Prior ist hingegen meist der Stellvertreter, ein Rektor leitet in anderen Kontexten akademische Einrichtungen oder Pfarreien, und eine Äbtissin führt eine Gemeinschaft von Nonnen. Im Mittelalter verfügten manche Vorsteher großer Klöster über erhebliche weltliche Macht, trugen sogar den Krummstab wie ein Bischof und hatten Sitze in Räten oder Parlamenten.

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