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Mittelalter · Frage

Wie nennt man Menschen, die für einen Grundherrn das Land bewirtschafteten?

Antwort

Bauern

Der Hintergrund zur Antwort

Im Feudalsystem bewirtschaftete der Großteil der Landbevölkerung die Felder des Grundherrn sowie ihre eigenen kleinen Parzellen. Als Gegenleistung für Schutz und Landzugang schuldeten sie Pachten und Abgaben und leisteten oft unentgeltliche Frondienste auf dem Herrenland (Domäne). Diese Rolle unterscheidet sie von Rittern (berittenen Kriegern im Wehrdienst), Handwerkern (qualifizierten Gewerbetreibenden in Städten) und Grundbesitzern (die Land besaßen und Pachten einzogen, statt es selbst zu bestellen). Diese Dorfbewohner konnten freie Pächter sein oder hörige Leibeigene, die an die Grundherrschaft gebunden waren und nur eingeschränkte Mobilität hatten. Sie arbeiteten im System der offenen Felder und entrichteten den Zehnt an die Kirche. Nach dem Schwarzen Tod schrumpfte die Bevölkerung, Arbeitskraft wurde knapp, ihre Verhandlungsmacht wuchs, und Aufstände wie der englische Bauernaufstand von 1381 stellten traditionelle Pflichten in Frage und veränderten die mittelalterliche Gesellschaft allmählich.

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