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Mittelalter · Frage

Wie nennt man im Mittelalter die Praxis, Abgaben nicht mit Geld, sondern durch Arbeit zu leisten?

Antwort

Frondienst

Der Hintergrund zur Antwort

Damit ist die Abgabeform gemeint, bei der ein Bauer feste Tage Arbeitsleistung auf der Grundherrschaft schuldete — Pflügen, Aussaat, Erntefronen — statt Geld zu zahlen. Diese Frondienste waren terminiert (z. B. Wochendienste) und in Herren- bzw. Hofbüchern erfasst. Sie unterscheiden sich von Naturalabgaben (Abgabe in Getreide oder Vieh) sowie von Halbpacht oder Pachtwirtschaft, bei denen ein Teil der Ernte oder eine Geldpacht entrichtet wird. Verwurzelt in der grundherrschaftlichen Ökonomie und Geldknappheit, stützte diese arbeitsbasierte Rente die feudale Herrschaft und lokale Infrastruktur. Nach dem Schwarzen Tod verringerte sich das Arbeitsangebot, die Verhandlungsmacht verlagerte sich, und viele Dienste wurden in Lohnarbeit oder Geldpacht umgewandelt, was soziale Veränderungen förderte und in England zum Bauernaufstand von 1381 beitrug.

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