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Mittelalter · Frage

Wie nennt man die hohen, spitzen Kirchenbauten, die häufig erst im späteren Mittelalter entstanden?

Antwort

gotische Kathedralen

Der Hintergrund zur Antwort

Kennzeichnend sind Spitzbögen, Kreuzrippengewölbe und Strebebögen: So konnten diese Kirchen höher aufragen als frühere Bauten und zugleich farbiges Licht durch riesige Buntglasfenster einlassen. Die Statik leitete die Lasten nach außen ab, wodurch dünnere Wände, höhere Schiffe und dramatische Spitzen und Türme möglich wurden – ein architektonischer Ausdruck mittelalterlicher Spiritualität. Ab dem 12. Jahrhundert in Frankreich entstanden, verbreitete sich der Stil über ganz Europa. Kathedralen wie Chartres und Notre-Dame wurden über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte gebaut und beschäftigten Heerscharen von Steinmetzen, Zimmerleuten und Glasern. Im Vergleich zur romanischen Bauweise mit Rundbögen und dicken Mauern war er leichter, höher und lichtdurchfluteter; die Fenster dienten als Bücher aus Glas, die biblische Geschichten einer weitgehend analphabetischen Gemeinde vermittelten.

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