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Mittelalter · Frage

Wie nennt man die religiöse Bewegung, die die Durchsetzung kirchlicher Regeln und die Unabhängigkeit der Kirche von Königen anstrebte?

Antwort

Gregorianische Reform

Der Hintergrund zur Antwort

Unter Papst Gregor VII. im 11. Jahrhundert zielte dieses päpstliche Programm darauf, die Kirche von weltlicher Kontrolle zu befreien: Verbot der Laieninvestitur, Kampf gegen Simonie und Durchsetzung des Zölibats — mit dem Anspruch, dass allein die Kirche ihren Klerus ernennen und ihre Regeln festlegen dürfe, unabhängig von Königen. Die harte Linie führte zum berühmten Konflikt mit Kaiser Heinrich IV — Exkommunikation und der Gang nach Canossa (1077) — und legte Grundlagen päpstlicher Autorität und des kanonischen Rechts im Mittelalter. Zum Kontext: Die cluniazensische Reform war eine monastische Erneuerung; der Investiturstreit war der von diesem Programm ausgelöste Konflikt; und die Konziliarbewegung setzte viel später auf eine Vorrangstellung von Konzilien vor dem Papst.

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