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Mittelalter · Frage

Wer rief auf dem Konzil von Clermont 1095 zum Ersten Kreuzzug auf?

Antwort

Papst Urban II.

Der Hintergrund zur Antwort

Auf dem Konzil von Clermont 1095 reagierte der römische Pontifex auf die Bitte Kaiser Alexios’ I. Komnenos um Hilfe gegen die Seldschuken, indem er eine bewaffnete Pilgerfahrt predigte, um die Christen des Ostens zu unterstützen und Jerusalem zurückzuerobern. Er bot einen starken geistlichen Anreiz — den Sündenablass — und mobilisierte mit dem mitreißenden Ruf „Deus vult!“ („Gott will es!“) Ritter in ganz Westeuropa; so begann der Erste Kreuzzug.

Dieser Moment prägte das mittelalterliche Europa neu: Er stärkte die päpstliche Führungsrolle, lenkte die ritterliche Gewalt in einen „heiligen Krieg“ und führte 1099 zur Eroberung Jerusalems und zur Entstehung der Kreuzfahrerstaaten. Zum Kontext: Gregor VII. hatte zuvor Ähnliches erwogen, war jedoch vom Investiturstreit absorbiert, während Innozenz III. später weitere Kreuzzüge organisierte, darunter den unheilvollen Vierten Kreuzzug.

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