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Mittelalter · Frage

Wie hieß das Abkommen aus dem Jahr 843, das das Reich Karls des Großen aufteilte?

Antwort

Vertrag von Verdun

Der Hintergrund zur Antwort

Im Jahr 843 beendeten die Enkel Karls des Großen — Lothar I., Ludwig der Deutsche und Karl der Kahle — den Bürgerkrieg, indem sie das Karolingerreich in drei Teile aufteilten: Westfranken, Ostfranken und einen mittleren Streifen (oft Mittelreich genannt, einschließlich Lotharingien und Italien). Das Abkommen bestätigte zudem Lothars Kaisertitel und schuf langlebige politische Grenzen.

Seine Wirkung war gewaltig: Aus West- und Ostfranken entwickelten sich das mittelalterliche Frankreich bzw. Deutschland, während das Mittelreich mit der Zeit zerfiel. Spätere Verträge veränderten das Gleichgewicht weiter: Prüm (855) teilte Lothars Anteil unter seinen Söhnen auf; Meerssen (870) verteilte die mittleren Gebiete nach dem Tod Lothars II. neu; Ribemont (880) wies Lotharingien schließlich Ostfranken zu. Das Abkommen von 843 war die entscheidende erste Zersplitterung des geeinten Reiches Karls des Großen und bereitete die spätere politische Landkarte Europas vor.

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