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Mittelalter · Frage

Was ist die „Heilige Kommunion“ im christlichen Gottesdienst?

Antwort

Ein Ritus mit Brot und Wein

Der Hintergrund zur Antwort

Die Heilige Kommunion ist das Sakrament, das Jesus beim Letzten Abendmahl einsetzte, als er Brot und Wein nahm und sie mit seinem Leib und Blut verband und seine Jünger anwies: „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Im christlichen Gottesdienst ist sie sowohl ein Gedächtnismahl an das Opfer Christi als auch ein Mittel der Gnade und bringt die Einheit der Gläubigen mit Christus und miteinander zum Ausdruck.

Im Mittelalter stand dieser Ritus im Zentrum des kirchlichen Lebens. Das Vierte Laterankonzil (1215) lehrte offiziell die Transsubstantiation – den Glauben, dass Brot und Wein zu Leib und Blut Christi werden. Das Fronleichnamsfest (1264 eingeführt) feierte diesen Glauben mit aufwendigen Prozessionen, und kunstvolle Monstranzen zeigten die konsekrierte Hostie. Die mittelalterlichen Laien empfingen oft nur das Brot, während der Kelch gewöhnlich dem Klerus vorbehalten war.

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