Mittelalter · Frage
Was ist im mittelalterlichen Handel ein „Staple“?
Antwort
Ein festgelegter Markt für bestimmte Waren
Der Hintergrund zur Antwort
Im mittelalterlichen Handel war ein „Staple“ eine gesetzlich festgelegte Stadt oder ein Hafen, an den bestimmte Waren zum Verkauf gebracht werden mussten. Durch diese Bündelung konnten Zölle effizient erhoben, Qualität kontrolliert und Händler überwacht werden; Käufer wussten, wo es verlässliche Angebote gab. Berühmt ist das englische Woll-Staple in Calais (14.–16. Jahrhundert): Die Krone verlieh der Company of the Staple Privilegien, erhob Zölle zur Kriegsfinanzierung und ließ Streitigkeiten vor besonderen Staple-Gerichten klären. Das förderte manche Städte und bot Sicherheit, schränkte aber den Wettbewerb ein und konnte Preise erhöhen.