Daily Curiosity

Mittelalter · Frage

Wie nennt man die mittelalterliche christliche Zeremonie, durch die man, besonders in Ritterorden, zu einem ritterähnlichen Verteidiger des Glaubens wurde?

Antwort

Gelübde ablegen

Der Hintergrund zur Antwort

In den Ritterorden (Templer, Johanniter, Deutschritter) bedeutete die Aufnahme eine religiöse Profession: Kandidaten legten öffentlich die Gelübde von Armut, Keuschheit und Gehorsam vor dem Altar ab, legten ihre Hände in die des Oberen und verpflichteten sich, die Kirche zu verteidigen und Pilgern zu helfen. Das war kein weltlicher Ritterschlag und nicht nur das Anlegen des Habits; die Gelübde stellten sie unter kirchliche Autorität (oft päpstlichen Schutz) und machten sie zu religiösen Kriegern, erkennbar u. a. am Mantel mit Kreuz, nach Regeln, die etwa von Bernhard von Clairvaux geprägt waren.

Mehr entdecken