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Mittelalter · Frage

Was ist ein Domkapitel?

Antwort

Ein Kollegium von Klerikern an einer Kathedrale

Der Hintergrund zur Antwort

Im Mittelalter bezeichnete das Kapitel den Körper der Kanoniker — geweihter Klerus —, die einer Kathedrale zugeordnet waren. Sie hielten den täglichen Gottesdienst aufrecht, berieten den Bischof, verwalteten Güter und Einkünfte, betrieben Schulen und Archive und führten in Sedisvakanz oft die Diözese oder wählten den nächsten Bischof.

Der Name stammt vom lateinischen capitulum, einem bei den Sitzungen verlesenen „Kapitel“. Getagt wurde im Kapitelsaal (Kapitelhaus), der an vielen Domkreuzgängen noch zu sehen ist. Es gab säkulare Kapitel (Kanoniker, die einzeln von Pfründen lebten) und monastische Kapitel (Mönche im Dienst der Kathedrale), geleitet von Amtsträgern wie Dekan, Kantor/Präzentor, Kanzler und Schatzmeister.

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