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Mittelalter · Frage

Wahr oder falsch: Die Tempelritter wurden durch Bankgeschäfte und Spenden reich.

Antwort

Wahr

Der Hintergrund zur Antwort

Der während der Kreuzzüge gegründete Orden erhielt von Königen und Adligen große Schenkungen an Land, Einkünften und Privilegien, die das Heilige Land unterstützen und geistliche Verdienste erlangen wollten. Päpstliche Privilegien befreiten sie von vielen Steuern und örtlichen Gesetzen, sodass sie Güter in ganz Europa konsolidieren konnten. Diese Stiftungen finanzierten ihre militärische Tätigkeit und schufen ein weit verzweigtes Wirtschaftsnetz. Um Geld sicher über gefährliche Routen zu bewegen, waren sie Vorreiter bei Finanzdienstleistungen: Einlagen, Verwahrung und Kreditbriefe, mit denen Pilger und Fürsten im Ausland Geld einlösen konnten. Ihre Zuverlässigkeit machte sie zu Bankiers von Monarchen und ermöglichte große Darlehen sowie internationale Transfers. Diese Kombination aus Spenden und Finanzgeschäften machte sie außergewöhnlich wohlhabend und einflussreich. So sehr, dass König Philipp IV. von Frankreich, stark bei ihnen verschuldet, 1307 ihre Verhaftung und 1312 ihre Auflösung betrieb.

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