Allgemeinwissen · Frage
Nur ein kleiner Prozentsatz der Weltbevölkerung ist laktoseintolerant.
Antwort
Falsch
Der Hintergrund zur Antwort
Falsch. Weltweit ist Laktoseintoleranz häufig: Etwa zwei Drittel der Erwachsenen verlieren nach der Kindheit einen Großteil ihrer Fähigkeit, Laktose (den Milchzucker) zu verdauen. Nur eine Minderheit — jene mit „Laktasepersistenz“ — kann Milch auch im Erwachsenenalter regelmäßig verdauen. Darum: Wie die meisten Säugetiere hören Menschen nach dem Abstillen normalerweise auf, das Enzym Laktase zu produzieren. In einigen Populationen verbreiteten sich vor 5.000–10.000 Jahren genetische Veränderungen zusammen mit der Milchwirtschaft, sodass die Laktase lebenslang aktiv bleibt. Laktasepersistenz ist bei Nordeuropäern und manchen Hirtengesellschaften in Ostafrika und im Nahen Osten häufig, während Laktoseintoleranz in Ostasien, bei indigenen Bevölkerungen Amerikas und in vielen westafrikanischen Populationen verbreitet ist. Merktipp: Die meisten Säugetiere trinken nach der frühen Kindheit keine Milch mehr — beim Menschen ist es meist ebenso; langfristiger Milchkonsum im Erwachsenenalter ist die Ausnahme, nicht die Regel.