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Mittelalter · Frage

Was ist 'Buße'?

Antwort

Handlungen, die getan werden, um Reue über Sünden zu zeigen

Der Hintergrund zur Antwort

Im mittelalterlichen Christentum war die Buße die praktische Folge auf die Beichte: Ein Priester legte konkrete Handlungen fest — etwa Gebete, Fasten, Almosen oder eine Wallfahrt — als äußere Zeichen der Reue und als Weg, Schaden wiedergutzumachen. Die Vergebung selbst erfolgte durch die Absolution; die Handlungen sollten sie weder verdienen noch Überlegenheit demonstrieren, und sie waren auch nicht bloß Selbstbestrafung. Frühmittelalterliche Gemeinschaften verlangten für schwere Sünden teils öffentliche Buße, im Hochmittelalter wurde die Privatbeichte zur Norm. Die Buße prägte auch die Volksfrömmigkeit: Pilgerwege blühten, und Wohltätigkeit trug Krankenhäuser und Leprosenhäuser. Spätere Debatten über Ablässe betrafen das Verhältnis dieser Akte zu den zeitlichen Folgen der Sünde — eine Kontroverse, die zur Reformation beitrug.

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