Mittelalter · Frage
Wie nennt man die große Begräbnisstätte unter manchen Kirchen?
Antwort
Krypta
Der Hintergrund zur Antwort
Eine unterirdische Steinkammer unter einer Kirche; sie diente als Grablege und als sicherer Ort für heilige Reliquien. Damit unterscheidet sie sich von Katakomben (weitläufige Tunnelfriedhöfe), einem Grab (einzelne Bestattung oder Monument) und einer Kapelle (Andachtsraum). Im Mittelalter trugen solche Räume oft einen erhöhten Chor und den Hochaltar und wurden zu angesehenen Ruhestätten für Klerus und Adel, die eine Bestattung ad sanctos – nahe bei den Reliquien eines Heiligen – suchten. Das Wort stammt vom griechischen kryptē, "verborgen". Viele romanische und gotische Kirchen bewahren noch kühle, niedrig gewölbte Krypten mit kräftigen Säulen, die Pilger an Reliquiaren vorbeiführen.