Allgemeinwissen · Frage
Mehr als drei Stunden täglich zu sitzen kann die Lebenserwartung einer Person um zwei Jahre verkürzen.
Antwort
Wahr
Der Hintergrund zur Antwort
Wahr – große epidemiologische Studien verknüpfen langes Sitzen mit erhöhten Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, einige Krebsarten und vorzeitigen Tod. Eine Analyse aus dem Jahr 2012 in BMJ Open schätzte, dass die Lebenserwartung der Bevölkerung in den USA um etwa zwei Jahre steigen könnte, wenn die Menschen das Sitzen auf unter drei Stunden pro Tag begrenzen würden – ein Hinweis auf die beträchtliche Wirkung von Sitzzeit.
Warum das wichtig ist: Beim Sitzen bleiben große Muskelgruppen inaktiv, der Kalorienverbrauch sinkt, Insulinempfindlichkeit und Blutfette verschlechtern sich und die Gefäßfunktion nimmt ab – selbst wenn man später noch Sport treibt. Die gute Nachricht: Wer das Sitzen alle 30 Minuten mit kurzen Phasen leichter Bewegung (Aufstehen, Gehen, Dehnen) unterbricht, verbessert die Glukose- und Lipidregulation. Merkhilfe: „3-2-30“ – mehr als 3 Stunden Sitzen sind mit bis zu 2 verlorenen Jahren verbunden; alle 30 Minuten aufstehen oder kurz gehen.