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Mittelalter · Frage

Wie lautet der mittelalterliche Begriff für eine befestigte Anlage auf einer Anhöhe in Frankreich, die oft mit frühmittelalterlicher Verteidigung verbunden ist?

Antwort

eine Turmhügelburg mit Vorburg

Der Hintergrund zur Antwort

Dieser charakteristische normannische Burgtyp verbindet einen künstlich aufgeworfenen Erdhügel (Motte) mit einem darauf stehenden hölzernen oder steinernen Turm sowie einer tiefer gelegenen, umfriedeten Vorburg; Gräben und Palisaden sichern das Ganze. Er entstand im 10.–11. Jahrhundert in Nordfrankreich und verbreitete sich rasch, weil er sich schnell aus örtlicher Erde und Holz errichten ließ und dennoch die Umgebung gut beherrschte – ideal, um nach Eroberungen Kontrolle zu etablieren.

Er unterscheidet sich von den genannten Optionen: Eine Ringwallanlage besitzt Wall und Graben in Ringform, jedoch ohne Hügel; ein Oppidum ist meist eine Befestigung der Eisenzeit, keine mittelalterliche Innovation; und ein Castrum ist ein römisches Lager mit rechtwinkliger Anlage. Viele frühe Beispiele wurden später in Stein erneuert, doch das zweigeteilte Grundschema blieb einflussreich.

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