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Mittelalter · Frage

Welches Getränk war in mittelalterlichen Städten oft sicherer als Wasser?

Antwort

Dünnbier

Der Hintergrund zur Antwort

In dicht bevölkerten mittelalterlichen Städten waren Brunnen und Flüsse oft verunreinigt. Beim Brauen wurde die Maische erhitzt und die Würze kurz gekocht; die anschließende Gärung senkte den pH-Wert und erzeugte etwas Alkohol – Bedingungen, die vielen Keimen schaden. Dünnbier war daher sicherer als rohes Wasser und wurde den ganzen Tag über getrunken, auch von Kindern. Wein war teuer und regional begrenzt, Met brauchte knapp verfügbaren Honig, und Apfelwein war saisonal und vielerorts seltener. Getreide war dagegen überall verfügbar: Haushalte, Herbergen und Klöster brauten ständig; manche Stadtarbeiter erhielten tägliche Rationen. Im Spätmittelalter verbreiteten sich gehopfte Varianten aus den Niederlanden, doch sowohl gehopfte als auch ungehopfte Getreidebiere dienten der täglichen Flüssigkeitszufuhr.

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